Zu Tode "gepflegt" - "Entbindungsheime" in Dresden mit Rundgang zu den Kindergräbern auf dem Friedhof St. Pauli
Im Mai 1943 wurde auf dem Gelände des ehemaligen „Judenlagers Hellerberg“ an der heutigen Radeburger Straße in Dresden-Trachenberge das „Entbindungslager Kiesgrube“ eingerichtet. Es war eine der sogenannten „Ausländerkinder-Pflegestätten“, in denen Säuglinge von überwiegend polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen nach der Geburt von ihren Müttern getrennt wurden.
Bis Kriegsende wurden dort 497 Kinder geboren. Für 225 von ihnen ist der Tod im Lager nachweisbar. Die Säuglinge und Kleinkinder starben infolge von Mangelernährung, mangelhafter Hygiene und fehlender medizinischer Versorgung – Ausdruck einer gezielten nationalsozialistischen Vernachlässigungspolitik.
Die Kinder wurden ohne Trauerfeier und Grabstein in einem Sammelgrab an der Südmauer des nahegelegenen St.-Pauli-Friedhofs bestattet. Eine individuelle, würdige Bestattung wurde ihnen verwehrt. Erst Jahrzehnte später entstand an diesem Ort eine Gedenkanlage für die Kinder und ihre Mütter.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Besuch der Kindergrabanlage auf dem St.-Pauli-Friedhof.
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gebührenfreiGebühr:
- Kursnummer: 26H1422
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Start:Sa. 07.11.2026
14:00 UhrEnde:Sa. 07.11.2026
16:15 Uhr -
Kursleitung:
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Ort:Treff: Haupteingang, St. Pauli-Friedhof, Radeburger Str./Hechtstr.
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Fachliche Beratung: